Sonntag, 3. Mai 2015

Butter selbstgemacht

Einen natürlichen Bezug zum Essen herzustellen und vorallem zu den Zutaten ist in der heutigen Zeit, meiner Meinung nach, gar nicht so einfach. Überall lauern Confinience- Produkte und hüpfen viel zu schnell ins Wagerl.
Um dem entgegenzuwirken fahre ich regelmäßig mit der Tochter auf den Bauernhof und seit diesem Frühjahr machen wir bei einem Kräuterworkshop mit, dort lernen wir so einiges und machen auch jedesmal Interessantes selbst.

Butter aus Schlagobers:

Ein Krug und ein Glas: perfekt für eine 3- Jährige. Selbst eingeschenkt macht es gleich noch mehr Spaß.


Geschüttelt wird in jedem Alter und es war ganz schön anstrengend. Es hieß durchhalten bis sich etwas Festes im Glas bildet.

Alles wird aus den Gläsern gekratzt und die Butter zusammengeknetet.

Das Staunen aller Beteiligten war groß, als die Butter sichtbar und formbar wurde, neugierige Finger fanden ihren Weg zur Butter. Die Finger meiner Tochter fanden ihn mehrmals. :-) Und ab in den Kühlschrank.
Die Flüssigkeit in der Schüssel entspricht der Buttermilch.

Bei meiner Internetsuche habe ich noch ein Arbeitsblatt für die Schule entdeckt:

http://www.schuleundgesundheit.hessen.de/fileadmin/content/Medien/Schulverpflegung/Butterschuetteln.pdf  (3.5.2015)

Interessant wäre natürlich noch eine vegane Alternative, vielleicht finde ich bei meinen Recherchen mehr heraus.

Freitag, 17. April 2015

Das Tarnen der Dinosaurier

Ich mag Spielplätze, die von Natur umgeben sind. Umso weitläufiger, umso besser. Gerne denke ich an meine Zeit als Kind zurück, ich liebte es mich hinter Bäumen zu verstecken und fangen zu spielen. Räuber und Gendarme - dafür kann ich mich heute noch begeistern!

Ein wirklich schöner Spielplatz ist am Roten Berg in Wien. Die Aussicht ist ganz wunderbar und man kann am Ende des Tages lange die letzten Sonnenstrahlen genießen. Öffentlich ist er nicht so gut erreichbar, aber falls man mal in der Nähe ist, lohnt sich meiner Meinung nach ein Besuch.

Wir wohnen nicht in der Nähe, aber wir fahren gern hin und so auch geschehen.

2 Mütter, 2 Kinder und 4 Dinosaurier, sonst war der Spielplatz leer.

Anfangs spielten wir noch an den Geräten und bewegten uns aber dann von diesen statischen Dingen weg Richtung "Unterholz".
Die Idee die Dinosaurier zu verstecken, kam ganz spontan und fesselte uns eine Stunde.

Alle 4 Dinosaurier hatten natürlich Namen und die wusste Moritz (alle Buben, die im Blog erwähnt werden, nenne ich so) schon. Manche Namen sind ja wirklich kompliziert und ich finde es beeindruckend, wenn 3 Jährige mit Begeisterung auch diese Namen lernen. Begeisterung - das ist das Stichwort.

Da ich die Saurier noch nicht so gut kannte, wollte ich einen Spitznamen verwenden. Tja, falsch gedacht.
Giganotosaurier wird mit großer Sorgfalt versteckt.

"Giganotosaurier, darf ich ihn Giga nennen?"
"Nein, Giganotosaurier."
"Vielleicht, Gigano?" ;-)
"Nein, Giganotosaurier."
"Vielleicht Giganoto?" ;-)
"Nein, Giganotosaurier."
"Ok, Giganotosaurier."

Und nach dieser Unterhaltung (bitte mit Augenzwinkern lesen) wusste ich den Namen, zwar holprig, aber ich bekam immer wieder Unterstützung. Es war für mich auch wieder der Beweis, dass jeder seine eigenen Interessen hat, die einem wichtig sind und dass es viel mit Wertschätzung zu tun hat, diese zu respektieren. Ich sage ja auch immer Kohlmeise und nicht nur Meise. Und an den Giganotosaurier kann ich mich immer noch erinnern. 

Mit der Zeit haben wir die Farben der Dinosaurier miteinbezogen und danach die Verstecke ausgewählt. Wir hatte auch noch das Glück, dass alle Dinos, andere Farben hatten und die Umgebung abwechslungsreich mit viel Struktur war. Und so tarnten wir sie oder suchten passende Verstecke. Mein Styracosaurus nutzte häufig Höhlen bei Baumwurzeln oder schattige Plätze. 
Nun es ist nicht mit Räuber und Gendarme vergleichbar (weniger laufen - mehr "RAAAWWW"), aber es war ein entspanntes, konfliktfreies Spiel, das nach Zugabe schreit. 

Wurzeln, Höhle, Äste, Rinde, Laub, Tarnen, Fleischfresser, Pflanzenfresser, Krallen, Hörner, Efeu, Grashalm, Waldrebe, Totholz, uvm. beschäftigten uns in dieser Zeit. 
Und das freut die Biologin in mir!



Die Dinos sind ja recht groß, das nächste Level wäre dann wohl mit den Waldtieren von Schleich. In der Schule werde ich das dann auch ausprobieren, mit der Auflage, das Versteck sollte dem natürlichen Lebensraum entsprechen. Falls das Gelände eine Herausforderung wäre, könnte man vielleicht sogar noch ein  Detail- Foto vom "Platz" schießen, der als Hinweis dient.  



Mein Fazit:
Im Spiel und in der Natur lernen, ist für Kinder so selbstverständlich, dass es keine zusätzliche Energie zu kosten scheint. 
Für uns Erwachsene sollte es wieder selbstverständlich werden.